Permafrost

Das gesamte Territorium wird Jakutien ist von Permafrost - boden eingenommen. Wenn dieser im Sommer antaut und der Schnee und Eis schmelzen, entstehen in den Fluss- niederungen und insbesondere in den Tiefländern regelmäßig Hochwasser .
Definitionsgemäß ist Permafrost- boden „Boden, Sediment oder Gestein, welches in unterschiedlicher Mächtigkeit und Tiefe unter der Erdoberfläche mindestens   zwei   Jahre ununterbrochen    Temperaturen    unter dem     Gefrierpunkt     aufweist “. Wie Gletscher sind Dauerfrostböden Forschungsgegenstand der Glazio- logie, die daraus resultierenden Oberflächenformen Gegenstände der Periglazialforschung .
Doch Jakutsk   ist   einzige   Großstad t, die auf Permafrostboden erbaut ist. Jedes Gebäude steht auf Pfählen , die tief in den Permafrostboden hinein- reichen. Damit verhindert man einen Einsturz der Häuser, wenn sich die Eisschicht über die heißen Monate verringert, im Winter aber wieder ausbreitet.
Der Bau von (Hoch-)Häusern stellt damit eine besondere architek- tonische    Herausforderung dar. Kein Wunder also, dass es bisher noch keine Zuganbindung an die Stadt gibt. Wie kann man denn bitte Schienen auf Permafrost-Boden bauen? Die letzte Station befindet sich in Nerjungri am südlichsten Punkt der Republik. Aufgrund der geografischen Abge- schiedenheit der Stadt reist man in der Regel per Flugzeug an
Durchschnittlich ist der Boden bis 300, 400    Meter    tief    gefroren.    In    Jakutien , einer Provinz im nordöstlichen Sibirien, reicht der Permafrost aber schon mal 1,5 Kilometer weit in den Untergrund. Zwar taut im Sommer die Oberfläche immer etwas an, doch mit zunehmender Erderwärmung dringt das Tauwetter immer tiefer ins Eis vor.
Permafrostboden auch Dauerf- rostboden ist ab einer gewis- sen Tiefe das ganze Jahr hindurch gefroren.
Dieser Plattenbau in Jakutsk hat Risse bekommen - Schuld ist der auftauende Permafrostboden
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